eine woche tassi

tag 1
eigentlich waeren wir ja zu viert gewesen auf unserer tasmanien reise. auf grund ungluecklicher (=kindischer) umstaende stand ich dann letzten samstag ploetzlich alleine am flughafen von launceston. (also wundert euch bitte nicht wenn ihr auf den fotos hauptsaechlich mich zu sehen bekommt. soll nicht narzistisch sein, aber die selbstausloesefunktion hat ja scho was:-)
da um diese jahreszeit nicht viel leben auf tassi zu sein scheint, war die busfahr-option auch bald mal gestrichen. tja, und dann hab ich mir halt ein auto gemietet fuer die woche...hier ist mein baby, das sehr brav war die ganzen tage (ein hyundai)...

bei meiner ankunft hat noch die sonne geschienen, allerdings hat es dann bald mal zu regnen angefangen. da dachte ich mir, schaust dir halt mal was unter dach an. also bin ich von launceston nach mole creek gefahren und hab mir dort die marakoopa caves angesehen. der zwanzig minuetige fussmarsch bis dahin war den besuch scho wert:



dann gings ab in die hoehle, wirklich sehr beeindruckend. dort wo man keine fotos machn durfte schwirrten ueberall gluehwuermchen herum. aber nicht solche wie wir sie bei uns kennen... echt fette brummer, also gluehwuermer!



und man konnte in dieser hoehle auch fossilien begutachten...

dann bin ich noch nordwestlich weitergefahren und hab die erste nacht in einem irish-pub backpacker in devonport verbracht, wo auch die beruehmte spirit of tasmania taeglich vor anker geht.

in devonport bin ich dann auch fortgegangen. allerdings hat es ausser ein paar bauerndiscos nicht viel hergegeben. hab mir dann drei dosenbier gekauft und mich mit am sandler auf da strasse drei stund ueber die armen kinder in afrika unterhalten.... ohne scheiss!
tag 2
bin gleich am naechsten morgen gestartet, es war schrecklich kalt (es kommt aber noch schlimmer:-) bin dann ueber sheffield richtung westen gefahren, mein ziel war der cradle mountain national park. auf dem weg bin i a paar mal stehn geblieben, um beispielsweise diesen netten staudamm zu bewundern.


dann weiter richtung nationalpark...der westen hat mich vor allem dadurch fasziniert, dass alle zehn minuten eine vollkommen andere landschaft zu bewundern ist... einmal alles gruen und regenwald, dann granitfelsen und dann wieder steppe so wie hier:

ja und als ich dann endlich am cradle mountain angekommen bin... ja, da hat es geschneit! bin ca. eine stunde am parkplatz rumgekurvt und hab ueberlegt, ob es die 20 dollar wert sind. und nachdem mir jeder davon abgeraten hat, in diesem schneesturm herumzuspazieren (da man ja eh nix sieht), bin ich eben weiter gefahren... und hab den naechsten staudamm namens mackintosh fotografiert:-)


dann bin ich weiter ueber tullah und rosebery gefahren und hab noch einen kleinen walk gemacht...

mein ziel fuer diesen abend war queenstown, ein kleines verschlafenes staedtchen in dem eigentlich nix los ist. fotos von queenstown folgen am tag 3. jedenfalls hab i mi dort dann wieder in a backpacker motel eingemietet und bin dann auf a baar bier gangen. tja, hab ziemliches glueck ghabt dass ueberhaupt eine bar offen war an diesem sonntag abend. aber wie es der zufall will: ein mienenarbeiter aus dem ort hat abschied gefeiert, er wird naemlich aufs festland versetzt (sprich nach victoria). das is fuer die eine halbe weltreise, denn die meisten in diesem kaff sind ihr leben lang nicht aus tassi rausgekommen. und wo europa liegt habens scho gar keine ahnung. aber erstaunlicher weise kennens eins: sound of music! hab glaubt i hoer nit richtig als dieses maedl ploetzlich anfaengt ueber edelweis zu singen... tststs...

ausserdem hab ich in dem pub no einen aussi aus perth getroffen, der a zufaelliger weise in dem kaff glandet ist. roger war auf der selben reiseroute wie ich. also habn wir uns halt zusammen angetrunken und uns fuer den naechsten abend in hobart verabredet... aber dazu spaeter.

tag 3
am naechsten tag gings wieder zeitig los in der frueh, noch schnell ein foto vo queenstown am tag... idyllisch, nicht wahr? mei...

dann bin i wieder a bissl an umweg gfahren und direkt an die westkueste nach strahan, nem kleinen fischerdoerfchen. die strassen, wohlgemerkt die highways (war eine der besten strassen der ganzen insel) sehen alle ungefaehr so aus.

und unterwegs immer wieder stehn bleiben und landschaft fotografieren (vollbremsungen inklusive). das faszinierendste dran is echt dass ma da so a strasse entlang faehrt und alle zehn minuten aendert sich die landschaft komplett. schauts euch einfach die bilder an, dann wissts was i mein.

in strahan angekommen bin ich erst mal zum ocean gefahren. war ein windiger und kalter tag, aber das meer is trotzdem schoen. und die voegl sind in australien nicht einfach nur voegel. nein, das sind australische voegl. und die gehoeren fotografiert:-)

das ist der hafen von strahan...

dann hab i dort no einen 30 minuten-walk gemacht, quer durch den regenwald zu den hogarth falls.

dann bin i vo strahan wieder zurueck nach queenstown gfahren. das war also sozusagen die westkuesten-tour. vo queenstown aus fuehrt dann eine gebirgsstrasse quer durch tassi richtung hobart, was mein ziel fuer den abend war. und diese gebirgsstrasse hatte es wirklich in sich. stunning views...

und so sehen die berge rund um queenstown aus, die vegetation wurde durch kupferabbau und andere missetaten zerstoert, aber meiner meinung nach schaut das dort fantastisch aus...


wenn ma diese strassen entlang faehrt kommt ma sich wirklich so vor als waer ma der einzige mensch auf der welt, nicht einmal a auto kommt einem entgegen. waer ja an und fuer sich ganz idyllisch... tja, das problem is nur: wo keine menschen, da keine autos. wo keine autos, da keine tankstellen!!!! uiuiui, da hab i a bissl gschwitzt, aber die geschichte is gut ausgegangen:-)

mitten im gebirge findet ma des andere ende des cradle mountain nationalpark, lake st clair. waere sicher ein wunderbarer abstecher geworden, wenn es nicht so geschneit haette! ich glaub auf den fotos sieht man, dass die temperaturen nicht gerade angenehm waren...haha


die letzte grosse sehenswuerdigkeit an diesem tag waren die nelson falls. wieder ein marsch durch regenwald und dann ein schoener wasserfall...


ja, und auch die letzten kilomenter nach hobart waren gepraegt von verschneiten strassen, man glaubt kaum dass man in australien ist...

und je naeher ma der hauptstadt kommt, umso gruener und bunter wird die gegend wieder. hab uebrigens in der gegend an kaffee stopp gmacht. bin in des einzige lokal im ort reingangen und 20 maenner mit bier in der hand habn sich nach mir umgedreht. scheint wohl nicht so oft vorzukommen, dass eine fremde die after work-party vo denen stoert, hahaha. war a bissi eigenartig, aber alles nette kerle. hahaha


ja, und dann endlich in hobart angekommen hab i mi wieder mit roger getroffn. und da i doch so a arme studentin bin hab i mi fuer die naechsten zwei naechte gleich mal als illegale untermietein in sein hotel eingeschlichen, hahaha... na dann, gute nacht.
tag 4
den naechsten tag hab i dann auch mal mei auto stehen lassen und bin mir roger durch die gegend gefahren. angefangen hat die tour in hobart... die stadt is groesser als erwartet, aber immer noch klein. hier der beruehmte hafen:

diese zwei suessen haben ein organ, das glaubt man gar nicht...

um uns einen ueberblick ueber die stadt zu verschaffen sind wir auf den beruehmten mount wellington raufgerattert. wir habn vorher scho gehoert, dass das dort oben eine andere welt sein wuerde, aber wir hatten ja keine ahnung. einmal aus dem auto ausgestiegen kommst dir vor wie im windkanal... ma kann da oben kaum atmen und waer ich nur zwei kilo leichter, haetts mich glatt verweht...


aber dafuer habn wir fuer ein paar minuten diesen herrlichen blick auf hobart genossen...

dann sind wir wieder runter vom berg und habn uns auf den weg zur huon-tour gemacht, suedlich von hobart. allerdings habn wir zuerstmal an einer der unzaehligen beruehmten wineries haltgemacht. das ist echt nett, da kann ma 4 unterschiedliche weine gratis ausprobieren (insgesamt ca. ein glas) und dann faehrt ma einfach zur naechsten, hahaha

dann sind wir ueber huonville und cygnet die kuestenstrasse bis nach woodbridge entlang gefahren.

bei woodbridge sind wir dann mit der faehre nach bruny island uebergesetzt. der noerdliche teil der insel is eher fad, weil vertrocknet, aber im sueden hat ma wieder schoene kuesten und gruene waelder... das war noch woodbridge:

und da sind wir auf bruny island...

und dann is es auch scho wieder dunkel geworden (dieser tag hat auch erst etwas spaeter angefangen:-)


dann gings wieder zurueck nach hobart auf a paar bier und pizza...
tag 5
tag fuenf hat wieder recht frueh angefangen. bin dann noch einmal richtung westen gefahren, zum mount field national park. dort angekommen, hab ich eine walking tour zu ein paar wasserfaellen gemacht.

erstes ziel waren die beruehmten russell falls...


dann gings weiter zum naechsten fallenden gewaesser, den horseshoe falls...
Daniela Prantl - 2. Okt, 05:54


